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Die Selbstoptimierung als Ruin des eigenen Selbst

Wie oft sind wir enttäuscht, weil wir uns haben täuschen lassen. Wir verlieben uns z.B. und mahlen uns bestimmte Vorstellungen mit dieser Person aus, obwohl wir die Person (noch) gar nicht gut kennen. Wir haben eine Vorstellung von einem bestimmten Job/Geschäftspartner und sind enttäuscht, wenn es nicht so funktioniert, wie gedacht. Wir haben Vorbilder, wie wir gerne wären. Aus unserem Wunsch wird häufig eine Erwartung. Wenn sich diese Erwartung dann wider Erwarten nicht erfüllt, sind wir enttäuscht und bemerken erst dann, dass dies das Ende der eigenen Täuschung ist.

Vorstellungen sind nicht schlecht: Sie geben Dir Hinweise über Deine Bedürfnisse, die hinter diesen Wünschen stehen. So regen Sie zur Selbstreflexion an und geben Dir Antworten auf Fragen:

In der heutigen Gesellschaft möchten sich die meisten Menschen optimieren. Erst muss  das teure Auto, das große Haus, der hübscheste Partner sein, der Beruf mit dem super Einkommen und der grenzenlosen Selbstverwrklichung. Danach folgt die innere Optimierung. Es werden Mentaltrainer und Gurus aufgesucht, die Dir erzählen, was Du denken musst, um noch erfolgreicher zu sein, was Du essen musst, um schlank und gesund zu werden oder bleiben, wie Du Dich verhalten musst, um Deinen Partner zu beeindrucken und wie Du Ansehen im Internet von Freunde erhältst, die keine Freunde sind. Bei all den „run“ um Selbstoptimierung verliert sich der Mensch selbst, so dass viele nicht mehr wissen, wer sie wirklich sind und was sie eigentlich gerne tun. Es geht um Anerkennung und der starke Wunsch geliebt zu werden, wobei der Einzelne vergisst, dass er schon immer geliebt wurde. Du bist liebenswert – unabhängig Deiner Leistung, Deines Status und Deines Aussehens. Wer das erkannt hat, lebt und liebt sein Selbst.

Dann bist Du der erfolgreichste Mensch!

Denn am Ende kommen wir da an, wo wir am Anfang waren und erkennen, dass wir das suchten, was wir bereits hatten.

Narzissten und Psychopathen in unserer Gesellschaft

Kürzlich fragte mich eine Bekannte, ob die Person des Herr Grey in 50 Shades of Grey ein Psychopath oder Narzisst darstellen soll. Meiner Meinung nach spiegelt die Person des Herrn Grey weder einen Narzissten, noch Psychopathen wieder. Herr Grey spielt mit offenen Karten, lügt und manipuliert nicht und entwertet seine Freundin nicht. Herr Grey hat ein Kindheitstrauma, welches er zu verarbeiten versucht. Seine Freundin Anastasia gewinnt zunehmend an Selbstbewusstsein in der Beziehung – auch wenn diese sicherlich nicht einfach ist. In einer narzisstischen Beziehung, die mit seelischem Missbrauch einhergeht, würde sie zunehmend geschwächt und seelisch-körperlich krank.
Narzissten sind besessen von äußerer Bewunderung und Anerkennung, sind arrogant, empfinden keine Empathie, sind nicht bindungsfähig und vor allem auch nicht kritikfähig. Ein Narzisst entschuldigt sich nicht. Weiterlesen

Die Qual der Wahl und das Dilemma der Ent-Scheidungen

Wer die Wahl hat, hat die Qual heißt es so schön. Und so führen Ent-Scheidungen nicht selten zu Überforderungen und werden gerne aufgeschoben – jedoch nicht gelöst. Jede Entscheidung hat auch etwas mit Scheidung zu tun, wie der Name schon sagt. Wenn ich durch eine Tür gehe, schließt sich dafür eine Andere. Das Problem ist bei vielen Menschen nicht das Handeln an sich, sondern die Konsequenzen der Ent-Scheidung zu er-tragen. Und mit dem vermeintlichen Verlust umzugehen. Sie sehen in dem Moment nur den Verlust und nicht den Gewinn. Denn eines ist klar: Wer keine Ent-Scheidungen trifft und sich alle Türen offen hält, dem werden sich langfristig alle Türen verschließen. Und auch dafür muss jeder die Konsequenzen tragen. Weiterlesen

Von der Bestimmung und der Rosaroten Brille

Viele Personen erzählen mir, dass Sie sich so verbunden fühlen mit einer anderen Person, dass sie glauben füreinander bestimmt zu sein. Sind die beiden Personen kein Paar, so weiß von dieser Bestimmung interessanterweise nur eine Person. Weiterlesen

Über Geben und Nehmen – oder alles was du tust tust du nur für dich selbst

Wie oft höre ich Menschen erzählen, dass sie Geben, mit der Betonung, dass keinerlei Erwartung dahinterstecken würde.
Jedes Geben ist automatisch mit einem Nehmen verbunden. Ein bedingungsloses Geben gibt es genauso wenig wie die bedingungslose Liebe (mehr dazu im Blogbeitrag bedingungslose Liebe). Weiterlesen