Die Romantisierung von Missbrauch

Der Übergang von leidenschaftlicher Liebe zu Missbrauch erfolgt oft schleichend und wird von Betroffenen häufig zu spät bemerkt.
Am Beispiel Fifty Shades of Grey wird deutlich, wie sexuelle Machtspiele positiv und als normal dargestellt werden. Eine sexuell unerfahrene Frau werde zur Einwilligung sexueller Handlungen manipuliert – unter Alkohol soll ihre Einwilligung erzielt werden (was rechtlich gesehen eine Vergewaltigung darstelle), er wird wütend, als sie emotional aufgelöst ist…..

Grundsätzlich ist ein gegenseitiges Vertrauen, das offene Verbalisieren von Gefühlen, Wünschen, Ängsten die Basis einer jeden Beziehung.
Darüber hinaus sollten Medien nicht zu einer verallgemeinerten Pathologisierung (sexuellen) Verhaltens führen, sondern individuell genau von Experten betrachtet und ggf. behandelt werden. Eine Botschaft, die sich meines Erachtens, dadurch ebenfalls im o.g, Film verbirgt ist, dass eine Frau, die bedingungslos liebe, dem Anderen helfen könne. Es gibt auch Partner, die direkt kommunizieren, dass die/der Andere sie aus ihrem psychischen Leiden –z.B. und aus einer Bindungsstörung – befreien könne.

Grundsätzlich möchte ich wie folgt einige Merkmale zusammenfassen, die Beziehungsgewalttaten und Missbrauch signalisieren. Diese sind u.a.:
-Das Anbieten und Verabreichen von starkem Alkohol oder Drogen zur Enthemmung oder/und Reduzierung von Schmerzwahrnehmung für gewünschte sexuelle Praktiken
-Wenn Signale oder Worte, dass etwas unerwünscht ist oder es nicht gut geht, ignoriert werden
-Wenn Kommunikation nicht erwünscht wird und auf Emotionen mit Ablehnung, Wut reagiert -oder gar Trennung gedroht wird
-Wenn die eigene Wahrnehmung manipuliert wird, indem der Partner einredet, seine Vorlieben seien Wünsche des Anderen oder würden ihn extrem glücklich machen
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Medien ( u.a. Filme, social media…) sollten hier ihren verantwortungsvollen Beitrag leisten und Missbrauch nicht als spaßig, lustvoll und korrekt darstellen. Denn dadurch werden Betroffene in Ihren Gefühlen der Schuld, Scham verstärkt und von ihrer richtigen Wahrnehmung, eigenen Wertschätzung und Intuition entfernt.

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